Mystery-Twister...
MysteryTwister ist ein internationaler Krypto-Wettbewerb. Es werden kryptographische
Rätsel (CrytoChallenges) mit steigendem Schwierigkeitsgrad veröffentlicht.

Es geht unter anderem um das Entschlüsseln von Nachrichten, das Klonen von Mobil - Telefonen und das Fälschen von digitalen Signaturen. Die Auswahl der Themen liefert dabei einen Überblick über viele Bereiche moderner Kryptographie.
 
 
 
 
News & Bekanntmachungen

Willkommen zurück bei MysteryTwister! (11.11.2006 21:42)
 
Wir müssen uns bei Euch für den letzten Ausfall von Mystery Twister entschuldigen. Leider waren wir ein weiteres, herausragendes Beispiel für die Effektivität von sozialen Attacken. An dieser Stelle möchten wir einigen loyalen Mitarbeitern aus der Verwaltung danken, die sehr hart daran gearbeitet haben, ihre Arbeit zu minimalisieren.

Da wir unseren Server (inklusive der Backups) verloren haben und einen neuen aufsetzen mussten, haben wir leider auch Eure Accounts, die Forumsbeiträge und Eure Ergebnisse verloren.

Zum Schluß möchten wir uns noch bei dem Horst-Görtz Institut und seinen Mitgliedern bedanken, die uns sehr gut unterstüzt haben und die den neuen Server finanzieren. Das Rechenzentrum der Ruhr-Universität Bochum war ebenfalls sehr hilfreich, danke!

Viel Spaß, das MTeam


 

Wir trauern um Prof. Dr. rer. nat. Hans Dobbertin (11.02.2006 01:40)
 
Nach langer Krankheit starb der Mathematiker und Kryptographie-Experte am 2. Februar 2006 im Alter von 53 Jahren. Hans Dobbertin wurde am 17. April 1952 in Herkensen geboren.

Dobbertin war Gründungsdirektor des Horst Görtz-Instituts für IT-Sicherheit (HGI) an der Ruhr-Universität Bochum, einer der größten europäischen Forschungseinrichtungen im Bereich Kryptographie und Datensicherheit.
In den 90er-Jahren erlangte Dobbertin Weltruhm als Kryptograph durch seine Arbeiten über Angriffe auf Hash-Funktionen während seiner Zeit beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Design und Analyse von Krypto-Verfahren

Um 'Hackern' stets einen Schritt voraus zu sein, muss man ihre Methoden und Vorgehensweisen anwenden: Unter diesem Motto legten Prof. Dobbertin und seine Studenten gern selbst mal Hand als Hacker an und erforschten die Sicherheitslücken so genannter Smart Cards, zum Beispiel von Handy- oder Kreditkarten. Als Inhaber des Lehrstuhls für Informationssicherheit und Kryptologie in der Fakultät für Mathematik der RUB befasste Dobbertin sich mit dem Design und der Analyse von kryptographischen Grundverfahren, zum Beispiel mit dem weltweit eingesetzten Verschlüsselungsverfahren AES (Advanced Encryption Standard) und mit so genannten Boolschen Funktionen. Hierbei finden klassische Gebiete der Mathematik wie Algebra, Zahlentheorie und Kombinatorik neue Anwendungsfelder.

'Ein evolutionärer Prozess'

Ziel seiner Forschung und Lehre war stets, die Schwachstellen solcher Verfahren zu identifizieren und die Verfahren dadurch zu verbessern. 'Nach heutigem Kenntnisstand gibt es keine beweisbar sicheren kryptologischen Verfahren. Solange sich daran nichts ändert, wird der Kampf zwischen Code-Entwicklern und Code-Brechern weitergehen. IT-Sicherheit ist ein evolutionärer Prozess', sagte Prof. Dobbertin anlässlich der Eröffnung des HGI im Januar 2003. Sein Lehrstuhl für Informationssicherheit und Kryptologie ist eine tragende Säule des HGI, in dem Mathematiker, Wirtschaftswissenschaftler und Forscher aus Elektro- und Energietechnik fachübergreifend zusammenarbeiten und IT-Sicherheitsexperten ausbilden.

Vita Prof. Dobbertin

Bereits frühzeitig interessierte der 1983 promovierte Mathematiker Dobbertin sich für Fragen der Datensicherheit und Verschlüsselung - noch lange bevor Handys oder Online-Banking Standard waren. Nach seiner Habilitation an der Universität Hannover (1986) und einer Tätigkeit als außerordentlicher Professor wechselte Dobbertin zum BSI, wo er maßgeblich zur Verbesserung und Anwendung so genannter Hash-Funktionen beitrug. In den 90er-Jahren entwickelte er u. a. neue Werkzeuge und Methoden, um Hash-Funktionen der MD4-Familie zu brechen. Diese Arbeiten machten ihn international als Kryptograph bekannt. Nach einem kurzen Aufenthalt an der Universität Klagenfurt (Österreich) nahm Dobbertin im Jahr 2001 den Ruf an die Ruhr-Universität an, wo er u. a. auch Datenschutzbeauftragter war.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nannte ihn den "Meister der Chiffren" und "Deutschlands besten Code-Knacker"


 
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Nach oben Letzte Änderung 10.11.2006 10:40
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